also.
in
part I sind wir bis kurz vor konzertbeginn am samstag gekommen
und in
part II sind wir beim alice-cooper-gig (achtung deppenbindestrich) stehengeblieben.

hier ein photo zur erinnerungsauffrischung, immer noch von der homepage von
eric dingsbums, dem drummer. Sie wissen schon, dem von
kiss, dessen schwägerin,
welche.... ach, vergessen Sie's. ; )
zusammengefaßt, lobeshymne an alice. wenn ich mir auch anfangs etwas komisch vorgekommen bin, so angemalt und ausgelassen unter den ganzen gesitteten bundesdeutschen nachbarn (ich war noch nie auf einem konzert, wo so nahe vor der bühne so gesittet rumgestanden wurde), mit zehnmal soviel überzeugung habe ich meine kriegsbemalung nach den ersten paar klängen der rocker getragen. alice cooper rulez. jawohl. only women bleed.
die bühnenpräsenz dieses menschen ist gigantisch. er lebt das - zumindest onstage. offstage ist er ja, wenn man dem herrn human,
welcher ja experte auf diesem gebiet ist, glauben schenken darf, ganz gesittet. etwa wie das bundesdeutsche konzertpublikum. und so. naja, nach
ozzy osbournes blümchencouch kann uns nichts mehr schockieren, oder?
also, nachdem das konzert vorbei war und die mittlerweile doch ziemlich bummvolle olympia-halle zusammen mit uns ihre begeisterung gebührend kundgetan hat, kam der herr human zum herrn baron und mir ein paar reihen wieter hinten zurück und hüpfte aufgeregt auf- und ab. und erzählte von den tolle erlebnissen, die er während des konzerts hatte, unter anderem intensiven augenkontalt mit dem meister.... oh, und er hat es irgendwie geschafft, sich mit kunstblut bespritzen zu lassen,
welches an der einen oder anderen stelle sehr dezent und spärlich ins publikum spritzte. sprich, ich hab nix abbekommen, worüber ich auch seeeeehr dankbar war. ich hatte mich doch so kunstvoll entstellt und wollte meine maske gerne so wie sie war behalten, thank you very much. ; ) wie dem auch sei, geschmäcker sind verschieden und der herr human hat seine maserung (!) wie einen orden getragen. halt im gesicht. die maserung, nicht den orden. Sie wissen schon.

in der umbaupause zwischen den gigs, während das dezente, gesittete, bundesdeutsche gedränge vor der bühne ein klein wenig dichter wurde (offenbar hat
deep purple doch mehr fans,
welche ein konzert im münchner einzugsbereich besuchen), holte uns human, der held, der wasserträger, wasser. und bandelte im vorbeigehen mit einer bayrin an, die er in weiterer folge widerholt zu beeindrucken versuchte - was er auch geschafft hätte, wären er und der herr baron nicht derartig mit blödsinn reden beschäftigt gewesen. naja, jedenfalls durfte sie von seinem nektar kosten. *grin* oder so.
dann gaben der herr baron und der herr human ihre waldorf und stettler - impersonation zum besten (was, die kennen Sie nicht - dann: schaubefehl!
muppetshow! los!
und übrigens - auch alice cooper war mal in der muppet show.... look here) und redeten nonstop soviel meckernden unsinn, daß es eine wahre freunde war und ich mir die ohren noch vor gigbeginn wieder zustoppelte - zu meiner eigenen sicherheit. ; )

na gut, nach alice cooper kamen also
deep purple, die ihren auftritt etwas lahm begannen, sich aber sehr steigerten, was vor allem die leistung des gitarristen -
steve morse - war. er ist ein gott. und ich sage sowas nicht schnell und nicht oft. der mann ist genial. sein solo, oh mein gott, sein solo.... gerade war ich noch mit rocken beschäftigt und dann bin ich irgendwann einfach nur noch dagestanden und habe auf die bühne gestarrt und auf ihn geschaut und gehört und alles aufgesogen... seine klänge waren himmlisch, sphärisch, wunderschön. die harmonien und melodien klar, die technik brilliant und all das mit so viel gefühl... und über so lange, lange zeit hinweg... und je länger es dauerte, desto weniger wollte ich (und mit mir alle anwesenden, dessen bin ich mir sicher) daß er aufhört. wenn man mich fragt, ob ich religiös bin - nun ja. ich bin katholisch, getauft, gefirmt, nciht ausgetreten, aber ich galube nicht an die katholische kriche. aber ja, ich glaube an gott oder an etwas wie gott, eine macht, eine kraft, einen geist, spirit, whatever. irgendetwas, das ich eben innerhalb meines rahmens und meiner erziehung und meines kulturellen umfelds gott nenne. und genauso wie ich gott bitte mir zu helfen wenns gar nicht anders geht (irgendwie tun wir das doch alle, oder?), genauso bemühe ich mich auch, gott zu danken wenn etwas wunderbares passiert. und so stand ich da also, schloß die augen und dankte gott, daß ich das hören, erleben, fühlen darf. ich weiß nicht, wie das jetzt klingt. ich weiß nicht, wie sich das jetzt liest. verstehen Sie mich bitte nicht falsch. aber es war so wundervoll und so einzigartig und so.... klangvoll. so himmlisch klangvoll. daß ich das gefühl hatte, dafür danken zu müssen. danken zu wollen. und das tat ich dann auch.
der rest des konzerts war wirklich gut. die musik von deep purple ist guter, klassischer, handfester rock und sie sind profis. und es hat spaß gemacht. aber das gitarrensolo, oh mein gott, das hat einfach alles geschlagen. alles. und wär das nicht gewesen, SO viel spaß hätt' mir der gig nicht gemacht. aber cool sind sie schon, natürlich. ich meine, das sind deep purple. *lächelt* aber, das solo.... ; )
nachdem in der ersten zugabe auch alice coopers gitarristen auf die bühne kamen und bei "smoke on the water" mitspielten und sangen und die gitarrenjungs generell spaß miteinander hatten und wir alle "smoke on the water" gemeinsam sangen war auch herrn humans welt um ein stückchen glücklicher geworden ob dieser musikalischen konstellation,
welche ihn aufgeregt auf- und abhüpfen ließ.
und nachdem die ganze chose vorbei war, hüpften wir alle noch ein bißchen gemeinsam aufgeregt auf und ab und begaben uns hüpfend richtung ausgang, jedoch nicht ohne t-shirts zu erstehen. also, der herr baron ja nicht, der luschi. *g* aber der herr human hat sein siebenundzwanzigstes t-shirt "zum aufheben" (o-ton) für seine sammlung erworben - und meine wenigkeit hat sich ein "girly t-shirt" gekauft mit alice-cooper-augen (achtung, deppenbindestrich) drauf, auf - und jetzt halten Sie sich fest - zuckerlrosa hintergrund. ich meine, wer hätte das gedacht! alice cooper macht ein rosa t-shirt. für die mädchen. wie herzig ist das denn, bitte. ; ) glücklich zog ich mein t-shirt gleich an, nahm meine mannen und wir zogen auch, nämlich von dannen.
die rückfahrt gestaltete sich gleich ereignisreicher als die hinfahrt, da der herr baron sich nämlich weigerte der schild das den weg zu autobahn wies zu folgen mit der begründung, es sei dann die falsche autobahn. das argument, daß man dann ja von der falschen autobahn auf die richtige autobahn fahren könnte ließ er nicht gelten und fuhr erstmal munter wild drauflos, solange bis er sich schließlich doch erweichen ließ und mir wieder den stadtplan aushändigte. da wir nun hoffnungslos irgendwo waren, mußte erstmal unser standort ermittelt werden,
welcher zweifelhaft war. (achtung! jetzt kommt endlich der fenster-incident!) und zu diesem zwecke mußten wir das fenster des gemüsegrünen vehikels mal kurz runterlassen. denn - man höre und staune - das gemüsegrüne vehikel besitzt elektrische fensterheber! jawohl! genau diese wurden jedoch uns bzw. dem vehikel zum verhängnis, dann als wir unseren standort ermittelt hatten wollten wir schon ganz gerne das fenster wieder zumachen. doch das vehikel weigerte sich. und so mußte seine adeligkeit der herr baron höchstpersönlich aussteigen und am fenster ziehen während ich auf das knöpfchen drückte und der human dem gemüsegrünen vehikel abwechselnd streicjelnd gut zuredete und drohend schläge versprach. schließlich erbarmte sich das vehikel und schloß das fenster doch noch, wofür ich ihm sehr dankbar bin. wär doch etwas kalt geworden auf der autobahn, glaub ich.
apropos autobahn. nach einigen umwegen hatte ich es also geschafft, uns auf den rechten weg zurückzubekommen und wir fanden die richtige autobahn und begannen, sehr tief richtung wien zu fliegen. aber bald waren wir schon seeeeehr müde und nicht einmal der human hüpfte noch aufgeregt auf der rückbank auf und ab. nur der herr baron, der große organisator, mitglied im club der unausgeschalfenen verrückten, beteuerte stets seine munterheit. wir haben dann erstmal kleine lieder gesungen und, wie schon den ganzen tag, blöde witze gerissen und dann, kurz bevor ich einzuschlafen drohte, kam die rettende idee, ich glaube in form von herrn human und wir spielten die restlichen zweieinhalb, drei stunden das spiel mit dem bandnamen: alice cooper - radiohead - deep purple - eels - soundgarden.... you get the picture? und es wurde nicht langweilig. was mich heute noch verwundert.
jedenfalls hat der treue chauffeur baron erst den human und dann mich bei den jeweiligen schlafstätten abgesetzt und auch wenn beide herren im auto und am nächsten tag noch über tinnitus und cunnilingus sprachen und sich teeny tussi nannten, so muß ich doch sagen, daß sie sich sehr gebührlich aufgeführt haben und daß es eine reine freude war, mit ihnen diese aktion durchzuziehen.
UND der liebe herr human hat mir die behexte alice-cooper-setlist-cd geschenkt, worauf er und ich gemeinsam ein bißchen aufgeregt auf- und abhüpften.
es war wundervoll. ich danke allen beteiligten.
im bett: fünf uhr früh.
so. dieses war part III und an dieser stelle muß ich - wie immer - unterbrechen. aber ich komm später wieder und erzähl Ihnen noch was von den tiger lillies. inzwischen können Sie ja
part I und
part II nochmal lesen, wenn Ihnen sehr fad ist sonst.
es folgt
part IV.