skurrile begegnung in der straßenbahn
da sitze ich also nach erfolgreichem büchershopping in der straßenbahn, selbstverständlich lesend, allerdings in einem buch, das ich mir in hamburg am flughafen kaufen mußte, da ich mein mitgebrachtes buch sinnvollerweise mit meinem koffer aufgegeben hatte. konkret hadelt es sich um "something to tell you" von hanif kureshi.
setzt sich also ein kerl neben mich, ganz in weiß gekleidet. er ist etwa ende vierzig, haarlos, brille, glasige augen, alkoholgeruch nicht aus dem mund, sondern aus den poren.
er: was lesn'S denn da?
ich (drehe mein buch um, so daß er den umschlag sehen kann, fröhlich): ein buch!
er: aha... (denkpause) der autor ist sicher moslem.
ich: naja, so wie ich das verstanden habe, ist er pakistani. das buch spielt aber in england. (anm.: inzwischen habe ich nachgelesen: hanif kureshi ist sohn einer engländerin und eines pakistani, er ist in london geboren und aufgewachsen.)
er: aha. (denkpause) na in zehn jahren werden Sie auch moslem sein.
ich (erheitert): ahso?
er (todernst): jaja, dann werden Sie auch mit dem schleier gehen...
ich (grinsend, schaue zweifelnd)
er (erstaunt): na, glauben'S nicht?
ich (unter größtern anstrengung nicht kichernd): nein, ehrlich gesagt glaube ich das nicht.
er (aus dem fenster schauend): naja... (denkpause) haben Sie kinder?
ich: nein.
er: naja... mit kindern ist das dann anders.
ich (amüsiert): ahso?
er (geduldig): jaja... dann sind Sie auch mit einem mann verheiratet der moslem ist.
ich (versuchend, ihn zu verbüffen): mein mann ist deutscher.
er (erklärend): naja... dann... werden Sie in zehn jahen geschieden sein und dann einen moslem heiraten... wissen Sie, weil ein muslimischer mann, der sagt Ihnen dann immer, wie toll das alles ist... und ein europäischer mann, der streitet mit Ihnen.
an dieser stelle mußte ich leider aussteigen, obwohl die unterhaltung durchaus amüsant war. ich bin mir übrigens immer noch nicht sicher, ob er das heiraten eines moslems es für eine gute oder eine schlechte entwicklung halten würde.
setzt sich also ein kerl neben mich, ganz in weiß gekleidet. er ist etwa ende vierzig, haarlos, brille, glasige augen, alkoholgeruch nicht aus dem mund, sondern aus den poren.
er: was lesn'S denn da?
ich (drehe mein buch um, so daß er den umschlag sehen kann, fröhlich): ein buch!
er: aha... (denkpause) der autor ist sicher moslem.
ich: naja, so wie ich das verstanden habe, ist er pakistani. das buch spielt aber in england. (anm.: inzwischen habe ich nachgelesen: hanif kureshi ist sohn einer engländerin und eines pakistani, er ist in london geboren und aufgewachsen.)
er: aha. (denkpause) na in zehn jahren werden Sie auch moslem sein.
ich (erheitert): ahso?
er (todernst): jaja, dann werden Sie auch mit dem schleier gehen...
ich (grinsend, schaue zweifelnd)
er (erstaunt): na, glauben'S nicht?
ich (unter größtern anstrengung nicht kichernd): nein, ehrlich gesagt glaube ich das nicht.
er (aus dem fenster schauend): naja... (denkpause) haben Sie kinder?
ich: nein.
er: naja... mit kindern ist das dann anders.
ich (amüsiert): ahso?
er (geduldig): jaja... dann sind Sie auch mit einem mann verheiratet der moslem ist.
ich (versuchend, ihn zu verbüffen): mein mann ist deutscher.
er (erklärend): naja... dann... werden Sie in zehn jahen geschieden sein und dann einen moslem heiraten... wissen Sie, weil ein muslimischer mann, der sagt Ihnen dann immer, wie toll das alles ist... und ein europäischer mann, der streitet mit Ihnen.
an dieser stelle mußte ich leider aussteigen, obwohl die unterhaltung durchaus amüsant war. ich bin mir übrigens immer noch nicht sicher, ob er das heiraten eines moslems es für eine gute oder eine schlechte entwicklung halten würde.
Idoru - 21. Aug, 20:12
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